Zwischen zwei Welten
Eine Geschichte der Rückkehr. Eine Brücke aus Wolle und Erinnerung.

Der Weg nach Hause beginnt mit einer Erinnerung
Ich bin in Kirgisistan aufgewachsen, an einem Ort, wo die Berge den Himmel tragen und die Stille ihre eigene Stimme hat.
Meine frühesten Erinnerungen sind davon geprägt, bei meiner Großmutter zu sitzen, während ihre Finger die Muster eines alten Shyrdak-Teppichs nachzeichneten.
Sie erzählte mir, was jedes Symbol bedeutete — Widderhörner für Schutz, Spiralen für den ewigen Kreislauf des Lebens.
Mit siebzehn ging ich nach Deutschland. Ich fand dort meinen Weg, baute mir ein Leben auf, lernte einen neuen Rhythmus. Deutschland gab mir Klarheit, Präzision, eine Denkweise, die Struktur schätzt. Aber ein Teil von mir kam nie ganz an. Etwas Wesentliches war in jenen Bergen zurückgeblieben.


Zurück zu dem, was zählt
Es geschah während eines Besuchs zu Hause. Ich saß mit meiner Tante in ihrem Dorf und beobachtete, wie Frauen Wolle verarbeiteten — so wie ihre Mütter und Großmütter es vor ihnen getan hatten.
Diese Frauen waren Künstlerinnen, auch wenn sie sich selbst nie so nennen würden. Für sie war es einfach das Leben. Ihre Shyrdak-Teppiche können Generationen überdauern. Ihr Honig stammt von Bienen, die nie ein Pestizid kannten.
An jenem Nachmittag verschob sich etwas Leises in mir. Das war der Anfang von ULU.
Wo die Berge sprechen
Die meisten Menschen haben noch nie von Kirgisistan gehört. Noch weniger könnten es auf einer Karte finden.
Es ist ein Land, das fast vollständig aus Bergen besteht. Gletscherseen ruhen so still, dass sie den Himmel in sich zu tragen scheinen. Weite Täler erstrecken sich, durch die nomadische Familien seit Jahrtausenden ihre Herden führen.
Die Wolle stammt von Schafen, die auf 3.000 Metern grasen. Der Honig fließt von Almwiesen, die die Industrie nie berührt hat. Der Filz wird von Hand geformt, mit Methoden, die sich seit den Tagen der Seidenstraße nicht verändert haben

ULU — kirgisisch für „mächtig". Nicht wer am lautesten schreit. Sondern wer am längsten bleibt.
Meine Großmutter nannte die Berge ULU. Den alten Teppich ihrer Mutter — ULU. Menschen, die wenig reden und viel tun — ULU. Eine Stärke, die man nicht erklären muss.
Die Hände hinter jedem Stück
Diese Menschen sind Künstler, auch wenn sie sich selbst nie so nennen würden. Für sie ist es einfach das Leben. Ihre Arbeiten können Generationen überdauern und tragen die Seele der Steppe in sich.

Aida
Fertigt Shyrdak-Teppiche in ihrer Werkstatt bei Bischkek, mit Mustern, die älter sind als die Schrift.

Nursultan
Hält Bienen auf 2.500 Metern Höhe und hat nie Chemikalien benutzt.

Gulnara
Formt Filz zu Hausschuhen seit vierzig Jahren und gibt das Wissen bald an ihre Tochter weiter.
ULU existiert, um zwei Welten zu verbinden, die sich selten begegnen. Wir bringen nomadisches Handwerk ins moderne Leben — nicht als Souvenirs, sondern als Dinge, die man wirklich benutzt. Was wirklich groß ist, muss nicht schreien. Es überdauert einfach.
"Move light. Live deep. Ankommen, ohne anzukommen."

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