Das Land
8 Minuten Lesezeit

Die Berge Kirgisistans und ihre stillen Meister

Geschrieben von
Jamilia Tursunova
Veröffentlicht am
15 November 2024

Es gibt Orte, die dich verändern, bevor du sie wirklich verstehst. Die Berge Kirgisistans sind solche Orte. Hier, wo die Luft dünn wird und die Stille lauter spricht als jedes Wort, leben Menschen, die seit Generationen das gleiche Handwerk ausüben. Sie weben, filzen und färben mit einer Ruhe, die aus der Landschaft selbst zu kommen scheint.

Als ich zum ersten Mal in diese Berge kam, war ich auf der Suche nach etwas Authentischem. Nicht nach einer Idee von Authentizität, sondern nach dem echten Ding. Nach Menschen, die ihre Arbeit nicht als Geschäft sehen, sondern als Teil ihres Lebens. Was ich fand, war mehr als das. Ich fand eine Philosophie, die in jeder Faser ihrer Produkte lebt.

Die Handwerker hier arbeiten nicht schnell. Sie arbeiten richtig. Ein Schal entsteht über Wochen, nicht Tage. Die Wolle wird von Hand gekämmt, mit natürlichen Farben gefärbt, die aus Pflanzen und Mineralien der Region stammen. Dann kommt der Webstuhl, alt und zuverlässig, und die Hände beginnen ihre Arbeit. Es ist ein Rhythmus, der sich anfühlt wie Meditation.

"Die Berge lehren Geduld. Wer hier lebt, lernt zu warten, bis die Dinge richtig sind." Das sagte mir ein alter Weber namens Kanat, dessen Hände so geübt waren, dass sie fast von selbst wussten, was zu tun ist. Er hat mir gezeigt, wie man erkennt, ob ein Schal fertig ist. Nicht nach Zeit, sondern nach Gefühl. Nach dem Moment, in dem das Stück seine Seele gefunden hat.

Die Shyrdak-Teppiche, die wir bei ULU anbieten, entstehen nach dem gleichen Prinzip. Handgefilzte Kunstwerke, bei denen jede Farbe, jedes Muster eine Geschichte erzählt. Manche dieser Teppiche sind älter als hundert Jahre und sehen aus, als würden sie noch hundert Jahre halten. Das ist keine Übertreibung. Das ist das Versprechen des echten Handwerks.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Großzügigkeit dieser Menschen. Trotz wenig Ressourcen teilen sie ihr Wissen bereitwillig. Sie verstehen, dass ihre Arbeit mehr wert ist als das, was sie dafür bekommen. Und doch machen sie weiter, weil die Arbeit selbst der Lohn ist. Das ist eine Lektion, die die westliche Welt dringend braucht.

Bei ULU geht es darum, diese Handwerker zu würdigen. Nicht als exotische Kunsthandwerker, sondern als das, was sie sind: Meister ihres Fachs. Jedes Produkt, das wir anbieten, trägt ihre Signatur. Es ist ein Versprechen, dass du nicht nur ein schönes Stück kaufst, sondern auch einen Menschen unterstützt, der sein Leben dieser Kunst widmet. Das ist der Grund, warum wir hier sind. Das ist die Reise, zu der wir dich einladen.

Jamilia Tursunova
Gründerin und Erzählerin, ULU
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Schneeleopard in der kirgisischen Bergsteppe